Sehr geehrter Herr Algül,
der deutsche Fernsehsender ProSieben plant einen umfangreichen Filmbeitrag über den Fall Peggy Knobloch aus Lichtenberg. Sie erinnern sich bestimmt: Das Kind wurde am 7. Mai 2001 getötet, verurteilt wurde Ulvi K. Doch Peggys Leiche wurde bis heute nicht gefunden. Es meldeten sich viele Zeugen, die das Kind nach dem 7. Mai 2001 lebend gesehen haben wollten, auch in der Türkei. Der Alanya-Bote hat darüber berichtet. Denn eine Zeugin gab an, Peggy während einer Bootsfahrt in Alanya gesehen zu haben, eine zweite Zeugin will Peggy in Manavgat erkannt haben.
Nun habe ich eine Bitte an Sie: Können Sie mir die Artikel aus dem Alanya-Boten, die über den Fall Peggy Knobloch berichteten, zukommen lassen? Ich bitte Sie darum, weil Ihr online-Archiv nicht weit genug zurück reicht.
Es wäre eine grosse Hilfe! Denn es besteht Grund zu der Vermutung, dass Peggy nicht getötet wurde und ein Unschuldiger seit Jahren inhaftiert ist.
Sie finden meine E-Mail unten. Für Fragen stehe ich Ihnen natürlioch jederzeit zur Verfügung.
Haben Sie schon jetzt herzlichen Dank für Ihr Bemühen!
Aus unserer Archiv
Neue Augenzeugen im Mordfall Peggy Knobloch
Ein Mordprozess ohne Leiche, Deutscher Zeugin, behauptet das Mädchen lebend in Alanya gesehen zuhaben.
Peggy Knobloch, lebt sie oder lebt sie nicht? Ist sie in der Türkei oder ist sie es nicht? Was ist wirklich am 7. Mai 2001 geschehen, an dem Tag, an dem Peggy verschwand? (Alanya Bote berichtete)
Jetzt meldete sich am vergangenen Freitag Elsemarie Arnold, eine Urlauberin aus Hamburg (die zurzeit ihren Urlaub in Alanya verbringt).
Ein Zeuge will das Mädchen außerdem im vergangenen November an der südtürkischen Küste gesehen haben. Eine Überprüfung der Passagierlisten von deutschen Flügen in die Türkei steht noch aus. Die Verteidigung hofft nun, dass die Spur, die in die Türkei führt, neue Erkenntnisse bringt. Demnach könnte Peggy von Angehörigen ihres türkischen Stiefvaters an den Bosporus entführt worden sein. Dafür spricht, dass der damalige Lebensgefährte von Peggys Mutter kein wasserdichtes Alibi hatte.
Frau Elsemarie Arnold kommt schon 10 Jahre lang regelmäßig nach Alanya. Am vergangenen Freitag hat sie im Alaiye Hotel eingecheckt. Die 60 jährige Hamburger Urlauberin buchte am 09.04.2004 von 10 -15.30 Uhr eine Boots Tour auf der Ali Baba. Auf dem Schiff befanden sich weitere 35 Touristen, die ebenfalls diese Boots Tour gebucht hatten. Nach einiger Zeit fiel Frau Arnold das seltsame Verhalten des Mannes mit der Bekleidung im Stil der sechziger Jahre auf, der in Begleitung eines ca. 11-13 Jahre alten Mädchens war, die sehr ängstlich wirkte. Das Mädchen hatte wunderschöne blaue aber auch blau unterlaufene Augen (eventuell Eisenmangel), einen sehr schönen Mund, eine kleine zierliche Nase und lange mittelblonde Haare. Sie war etwa 155 cm gross, trug eine blaue Jeans und eine bunte Bluse mit Blumenmuster. Außerdem viel Frau Arnold auf, dass das Mädchen eine Zahnspange trug. Den Mann, welcher ein geschwollenes Gesicht hatte, schätzte sie auf ca. 28 -30 Jahre alt, ca. 182 cm groß und ca. 90 Kilo schwer. Er wirkte sehr sportlich und durchtrainiert und vom Typ her südländisch und sah aus wie ein Italiener. Der Mann trug eine orangebraune Lederjacke und eine längsgestreifte vielfarbige Hose.
Das Mädchen trug ständig eine Sonnenbrille und wurde immer aufgefordert von dem Mann, ihre Bekleidung und die Brillen zu wechseln, das darauf schließen könnte, das sie nicht erkannt werden sollte. Frau Arnold kam dieses Verhalten sehr merkwürdig vor und sie beobachtete die zwei sehr intensiv. Der Mann gab dem Mädchen energische Kommandos, sich auszuziehen. Das Mädchen trug einen Bikini und der Mann eine sehr schäbige Badehose. Als sie von Bord zum schwimmen gingen, sah Frau Arnold, dass das Mädchen nicht schwimmen konnte und sich auf dem Rücken des Mannes festhielt. Ihr kam auch das Verhalten der beiden sich gegenüber sehr komisch vor, weil es nicht wie Vater Tochter wirkte, sondern wie zwei Verliebte. Das Mädchen war sehr gepflegt und ihr Haarschnitt ließ darauf schließen, dass sie kürzlich erst beim Friseur war. Der Mann dagegen wirkte sehr ungepflegt, aber anscheinend legt er auf das Aussehen und die Kleidung des Mädchens sehr großen Wert. Dem Kapitän des Schiffes viel das merkwürdige Verhalten der beiden auch auf. Der Kapitän fragte anschließend den Mann, wo die Mutter des Kindes sei und der Mann zeigte auf zwei Frauen, wo er behauptete, dass es seine Begleiterinnen seien. Aber nach Befragung der beiden Frauen durch Frau Arnold, stellte sich heraus das die beiden Frauen ihn gar nicht kannten. Des Weiteren gab der Mann in der Passagierliste an, im Hotel Doganay auf Zimmer 3006 zu wohnen. Am gleichen Tag stellte sich jedoch heraus, dass er in dem Hotel nie gewohnt oder eingecheckt hatte. Als später die Ali Baba am Hafen anlegte, verließ der Mann mit dem Mädchen fluchtartig das Schiff und sprang mit ihr auf einen metallicblauen ca. 1000ccm Viertaktmotorroller. Der Mann startete den Motorroller und fuhr sofort mit großer Geschwindigkeit davon, so dass Frau Arnold das Nummernschild nicht mehr erkennen konnte.




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