An der schönen türkischen Riviera!

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Leserbrief: Lieber Ahmet,
An der schönen türkischen Riviera!
Ich komme gerade aus Alanya in der Türkei zurück und sehe heute Morgen, es ist der 29. 07. 2008, eine Reportage im SAT 1 über ein Hotel in Alanya. Mein Interesse war aus dem Grunde geweckt, da das Hotel in der unmittelbaren Nähe meiner Wohnung in einer Siedlung im Ortsteil Tosmur liegt, und ich es sehr gut kenne.


Zwei junge Menschen, ein Pärchen, schildern sehr eindrucksvoll ihren Aufenthalt und den Zustand des Hotels, wobei die Untermalung durch
Bilder einen nachhaltigen Eindruck erzeugte. Zimmer mit verschimmelten Decken und Ecken, unsaubere Duschen und
Toiletten waren der Grundtenor. Das Essen in einem Zustand, so dass sich sehr schnell Magen- und Darmverstimmungen einstellten. Die Zimmer und Flure wurden unzureichend oder gar nicht gereinigt. Sehr einprägsam der
Abfall auf den Treppenaufgängen, durch den man sich hindurch winden musste. Kurzum, das Pärchen sprach von einem Horrorhotel. Um die Situation etwas erträglicher zu gestalten, besuchten die zwei jungen Menschen des öfteren das Hotel Grand Kaptan in umittelbarer Nähe, damit der Urlaub nicht ganz und gar zu einem Albtraum werde sollte. Das Hotel Grand Kaptan wäre für 120 Euro Aufpreis zu mieten gewesen, wobei
es nicht nur das Paradies im Urlaub versprach, sondern auch hielt. Aus eigener, mehrfacher Erfahrung darf ich persönlich sagen, dass das Hotel
Grand Kaptan seine Sterne und seinen Namen wirklich verdient und ein Hotel ist, wie man es sich im Urlaub vorstellt. Kompliment an die Mannschaft und die Führung des Grand Kaptan.
Reklamationen des Pärchens sogar in München verbesserte die Situation nicht; es wurden nur platte Ausreden und Verleugnungen der
verantwortlichen Personen in München aufgelegt. Die übliche Masche, um Reklamationen zu verschleppen und Menschen mutlos zu machen. Wie eingangs gesagt, kenne ich dieses Hotel aus eigener Besichtigung.
Ich war vor ca 3 Wochen, also Anfang Juli, beim Management vorstellig geworden, um mich über den abartigen Lärm mittags und spät abends- manchmal bis in die Nacht- zu beschweren. Dabei beobachtete ich auf einer kleinen Bühne Kinder und Jugendliche beim Herumspringen, angepeitscht durch einen Animateur, dessen Gegröhle über riesige Boxen
gegen die Hauswände der benachbarten Siedlung sowie meines Hauses in der Siedlung brandete, in der ich wohne. Wir konnten es in unserer Wohnung nicht aushalten und flüchteten vor dem Lärm. So ging es ab ca. 14:00 Uhr
bis spät in die Nacht. Sogar beim Abendessen in dem Hotel wurde der ohrenbetäubende Lärm produziert. Mittags wurde das Spiel manchmal an den
Pool verlegt, wo ich Wettkämpfe von Erwachsenen mit Hilfe von
Gummireifen im Pool unter unbeschreiblichem Lärm beobachtete. Ein
sogenannter Animateur peitschte über ein Migrophon und den
überdimensionierten Boxen den Teilnehmern kräftig ein.
Nach meiner Beschwerde auch im Auftrag anderer Mitbürger konnte eine Reduzierung des Lärmpegels für 2 Tage verzeichnet werden. Danach ging die alte Leier wieder los.Wo sieht sich dieses Hotel in der Einstufung seiner Wertigkeit stehen, wenn es für die Animation seiner Gäste zu solchen Darbietungen greifen muss?
Ich sehe es touristisch sehr weit unten in der berühmten Skala der
Sterne angesiedelt. Dabei schmückt es sich mit 4 Sternen.
Dieser Lärm ist medizinisch als sehr gesundheitsschädlich für die Ohren der Menschen insbesondere der Jugendlichen und Kleinkinder zu bezeichnen, wobei von einem Erholungswert der Gäste sowie der umliegenden Anwohner nicht zu denken ist.
Hier muss von Lärmterror und wissentlicher Körperverletzung gesprochen werden. Wie stark der Lärm war, geht aus der Tatsache hervor, dass zwischen meiner Siedlung und dem Hotelkomplex noch hohe Häuser einer
anderen Siedlung stehen.
Hotels dieser Art nagen mit ihrem Verhalten stark am positiven Image der Urlaubsregionen in der Türkei und sind kein Aushängeschild für die Stadt
Anlanya, wobei ich mich frage, ob dieses Verhalten nicht auch den
Ortsbürgemeistern oder den Ordnungskräften (Lärmpegel) bekannt sein müsste. Hier sollte eine sofortige und nachhaltige Intervention der
Touristikvermittler im Verbund mit den Verwaltungskräften der Gemeinde greifen, wobei die Aufarbeitung der hotelinternen Zustände in der Verantwortung der touristischen Vermittler und der Organe liegt, die für
die Vergabe der Sterne verantwortlich zeichnen. Ich persönlich werde mich in Zukunft nicht mehr dem Lärmterror beugen und alle legalen Maßnahmen dagegen einleiten, wobei ich auch nicht den Gang zum entsprechenden Ministerium in Ankara scheuen werde.
Das kann leider auch die schöne türkische Riviera sein!
Benny Bothe

One Response to “An der schönen türkischen Riviera!”

  1. 1
    nika2011 Says:

    hallo herr bothe
    ich habe mit interesse über die lärmbelästigung aus einem hotel in tosmur gelesen und mich gewundert dass sogar mal für zwei tage geschlossen wurde
    TOSMUR ist berüchtigt dafür dass den anwohnern normalerweise NICHT GEHOLFEN wird bei uns im haus ist eine aniemierbar mit genehmigung der gemeinde für laute livemusik und wir waren zabita bürgermeister polizei und staatsanwalt aber geändert hat sich nichts
    ich wolltze auch schon meine wohnung verkaufen und der angesprochene makler hat gesagt in der verrufenen schmutzigen gegend werde ich probleme haben sie los zu werden

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