Der in und um Alanya sehr beliebte Imam (Geistliche) Osman Kömür aus Mahmmutlar, wurde vor einigen Tagen von einem Türken als Clown (Soytary) betitelt. Grund dafür war, das der Imam vor einigen Monaten auf Wunsch eines verstorbenen Deutschen gemeinsam mit dem deutschen Pastor Joachim Kusch eine ökomenische Beisetzung durchführte und dabei auch aus der Bibel zitierte. Diese, vom Alanya Bote und der IHA Nachrichtenagentur, verbreitete Meldung wurde in ganz Europa verbreitet.
Die Reaktionen darauf waren ausnahmslos positiv in ihren Kommentierungen. Dann gab aber doch Jemanden, der sich darin stieß. Einem türkischen Bürger, Kemal Çalidag aus dem Ort Eskisehir war dieses Religions-Zusammenspiel zuwider und er beschwerte sich bei dem “Amt für Religiöse Angelegenheiten” in Ankara. Gegenüber dem “Diyanet Isleri Baskanligi” führte er darüber Beschwerde, das der moslemische Imam in seinem Religionsgewand gemeinsam mit einem christlichen Pastor eine christliche Beerdigung gestaltete und sich deshalb wie ein Clown darstellte. Osman Kömür erklärte dem Alanya Bote gegenüber, das er sich in seiner Ehre gekränkt fühle und diese Personen wegen Beleidigung anzeigen wird.
Unter Einschaltung des Alanyaner Müftü verlangt nunmehr das “Amt für Religiöse Angelegenheiten” in Ankara von Imam Osman Kömür eine ausführliche schriftliche Stellungnahme zu seinem Handeln.
Noch vor einigen Monaten hatte Imam Osman den scheidenden evangelischen Pfarrer Joachim Kusch und seine Ehefrau zu einem freundschaftlichen religionsgrenzen überschreitendem Abschiedsessen eingeladen. Auch der Müftü von Alanya und seinen Mitarbeitern haben an diesem Treffen teilgenommen und sich angeregt mit den Gästen aus einer anderen Religionskultur
ausgetauscht.
Imam und Pastor in einer Person, geht das?
Es taucht immer wieder die Frage auf, wie sich Menschen verschiedenen Glaubens und Kulturen verständigen sollten oder könnten. Islam und Christentum unter einem Dach? Menschen unterschiedlicher Religionen zusammen in einem Land?
“Doppelte Staatsangehörigkeiten von Menschen gibt es schon seit Jahrzenten. Diskutiert wird seit langem aber auch über einen doppelten Glauben, also Christ und Moslem, geht das? Ist das zu vereinbaren? Oder ein Imam, der bei einer Beerdigung eines/einer Deutschen aus dem Koran und aus der Bibel gelesen hat?
Die Antwort ist ganz einfach: Ja es geht! Den es gibt einen Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und Glaubensgruppen. Wichtig ist dabei nur, das wir Glauben, den in Wirklichkeit sind wir alle Kinder von Adam und Eva, glauben alle an das gleiche, nur hat es verschiedene Namen.
Die Christen glauben an Jesus, die Moslems an Mohammet, aber beten tun beide zu Allah - Gott”, so imam Osman
Wichtig ist zudem, den Dialog die verschiedenen Religionen miteinander zu verbinden, so wie es in Alanya ist. Imam Osman Kömür von der Gölevis Moschee in Mahmutlar praktiziert diesen Dialog seit geraumer Zeit. Christentum und Islam will er miteinander verbinden. Deshalb liest er auch schon mal bei einer christlichen Beisetzung aus dem Koran und aus der Bibel. Damit ist er aber noch lange nicht Pastor und Imam in einer Person, also nicht doppelter Glaube, wie eine doppelte Staatsbürgerschaft, sondern sieht sich als Mittler zwischen zwei verschiedene Religionen.
Die in Alanya lebenden Ausländer, Deutsche, Holländer, Dänen und aus anderen Ländern, sprechen dem Imam Osman Kömür ihre Hochachtung aus. Er beweise durch sein Handeln, das Menschen verschiedener Religionen zusammen leben können, auch wenn jeder seinen eigenen Glauben für sich hat.
Der Deutsche Horst Altmeier z.B., der einer Beerdigung eines Deutschen in Mahmutlar beiwohnte erklärte uns, das Imam Osman Kömür ein richtiger Mensch des Glaubens sei, denn er zeigt die Verbindung zwischen Christentum und Islam. Er liest aus dem Koran und aus der Bibel und sei außerdem für Alanya eine sehr große Hilfe und Unterstützung.
Die Deutsche Renate Kliewitz meinte, es sei einfach ungehörig, Imam Osman Kömür einen Doppelgläubigen zu nennen, den er hat den Weg des Dialoges verschiedener Religionen gefunden und alle hier lebenden Ausländer werden ihn weiter unterstützen.




Haziran 22nd, 2008 at 09:14
Ich finde das eine gute Sache