Wird Tosmur von der Obrigkeit geschurigelt?

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Donnerstag, 27. März 2008 – Markttag in Tosmur. Geschäftiges Treiben, viele Besucher. In der Zeit von 14-14.30 Uhr erscheint die personifizierte Obrigkeit in Gestalt der Zabita auf dem Plan. Der Herr Zabita zückt seinen Block, notiert die jeweils fälligen Standgebühren – und wirft diese den Händlern vor die Füße auf die Erde!

Die so Gedemütigten bücken sich artig, lesen die Dokumente auf dem Staub auf, zahlen – und schweigen. Denn der Gestrenge ist ja von der Behörde da in diesem modernistischen Belediyegebäude.  

Nur eine Gelegenheitsanbieterin weniger gebrauchter Kleidungsstücke muckt auf, als selbst sie barsch aufgefordert wird, für ihren Krempel ohne Stand auch noch Standgeld zahlen zu sollen. In Mahmutlar dürfe sie ohne Kosten ihren Kram anbieten. Sie mußte zwar nichts bezahlen, wurde aber übel angepöbelt. 

Ebenso wie eine in Kestel lebende und des Türkischen mächtige Deutsche, beobachtete die Vorgänge. Auch sie bekam zumindest nonverbal den Zorn des Mächtigen nachhaltig zu spüren. Nur gut, dass superfrisches Obst und Gemüse und die Freundlichkeit der Anbieter in Tosmur unempfindlich ist gegen unangebrachte Unfreundlichkeit aus dem Rathause und nicht schon beim Anbieter welk wird, taucht der Zabita zu Tosmur auf. 

- ho  

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