Erste private Kleinkläranlage

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Gazipaþa - es klärt sich nun auch privat
Freundliches Wiederbegegnen am 09. Februar in Gazipaþa. Vor runden drei Jahren begannen Fred Skopnik und seine Gattin Irina mit dem Bau eines architektonisch sehr ansprechenden Einfamilienhauses in bevorzugter Lage. Bauherr und Bauherrin wichen vom bekannten Prinzip ab: wie es drinnen ausschaut, geht niemand was an!”

Die Rede ist von der umweltgerechten Klärung der Abwässer. Skopniks Umweltbewußtsein läßt eine dieser simplen Sickergruben nicht zu. Mit sehr geringem Mehraufwand planten sie die erste in der Türkei installierte Kleinkläranlage ein. Die wurde in Anwesenheit der Medien am neunten Februar 2008 in Betrieb genommen.

Geliefert von der ATB Umwelttechnologien GmbH in Porta Westfalica, installiert von der BDC Group in  Avsallar bewies sie den Anwesenden, dass Abwässer ohne Chemie mit minimalem Aufwand so weit klar kommen, dass Abwasser zu Brauchwasser wird. Brauchwasser in einer Qualität, welche die Euronormen nicht nur einstellt, sondern erheblich besser ist. Man kann es bedenkenlos zur Gartenbewässerung wie als Brauchwasser wieder in das Toilettensystem einleiten. Dann beginnt der Kreislauf erneut.

Das handliche Gerät benötigt zur Entfaltung seiner hohen Wirksamkeit anstatt der landesüblichen Einkammersichergrube ein Dreikammersystem, bestehend aus Absetzbecken und zwei Klärungsbecken. Der Aquamax genannte kleine Apparat wird nur eingehängt - und versieht die Abwässer mit Sauerstoff. Anaerobier verschwinden, durch die Sauerstoffzufuhr entwickeln sich nützliche Bakterienkulturen, das Abwasser erscheint im Konrollbehälter hell und ungetrübt - zur weiteren Verwendung. Eine simple und wartungsarme elektronische Steuerung überwacht den Ablauf. Der Kundendienst wird von Mario Müller, BDC Group Avsallar sichergestellt, nur ein bis zwei Mal im Jahr ist eine vorsorgliche Kontrolle notwendig.
Das alles ist nicht neu und gehört zum Standard professioneller Systeme. Neu ist diese kleine Anlage für den
privaten Bauherrn. Mühelos deckt sie einen Bedarf von bis zu 16 Personen ab. Andere Systeme von ATB bis hin zu kommunalen Kläranlagen arbeiten schon in aller Welt.

“Unsere Umwelt hat es verdient, dass schonend mit ihr umgegangen wird, vor allem ein ökonomischer Umgang mit der Ressource Wasser”, so Fred Skopnik. “Deshalb haben wir uns für diese zukunftssichere Lösung
entschieden.”

Bevor Dipl.-Ing. Frank Pogade abends wieder nach Deutschland zurückflog, wurden er und Mario Müller von Adem Murat Yücel, Bürgermeister der Gemeinde Kestel empfangen. Der konnte den Initiatoren nur mitteilen, dass die Gemeinden Kestel, Mahmutlar und Kargýcak bereits mit dem Bau einer sich biologisch reinigenden Gemeinschaftskläranlage begonnen haben. In diesem Jahr werden die ersten Schulen Kestels die ersten Abwässer
einleiten können. Kestel ist - und bleibt - eben sauber.
- ho

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Rüya Tabiri
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