Mer losse d’Moschee en Kölle, denn do jehööt se hin”, sangen die Jecken im Kölner E-Werk, “wat soll se dann in Istanbul, dat het doch keene Sinn!” So ging es bel der “Stunksitzung” zu, Kölns alternativem Karneval: Das Multikulti-Dasein wird als selbstverständlich präsentiert. Doch wenig später war schon wieder Schluss mit den Selbstverständlichkeiten: In Ludwigshafen ging ein von Türken bewohntes Haus in Flammen auf, neun Menschen starben - und schon macht, nicht zuletzt in der Türkei, die Frage die Runde:
Türken in Deutschland - Ein Ausschnitt aus dem Leben einer türkischen Familie. Liebe Leser des Alanya Boten, in dem 1. Teil meiner Kolumnenserie setzte ich mich mit der Problematik einer türkischen Migrantenfamilie auseinander und versuchte Ihnen einen Einblick in das Leben einer türkischen Migrantenfamilie zu gewähren. Ich hoffe , dass mir dieses gelungen ist. Aus dem aktuellen Anlass der Brände in Ludwigshafen, möchte ich mich heute mit dem Teufelskreis der Integration auseinandersetzen.
Wegen einer Straftat erhielt der Ehemann eine Gefängnisstrafe von einem Jahr. Für diese Zeit vertraute er seine Ehefrau der Nachbarfamilie an. Der siebzehnjährige Nachbarssohn verging sich an der Frau. Diese berichtete ihrem Ehemann nach dessen Entlassung von der Tat. Das Ehepaar erstattete Anzeige. Nach der Vernehmung wurde die Nachbarfamilie bis zur Verhandlung auf freien Fuß gesetzt.
Beim türkisch-deutschen Freundschaftsverein Hür Türk war Ergül Çýtak, stellvertretender Direktor des Finanzamtes Alanya zu Gast. Augenauf beim Grundstückskauf - mit der Besitzurkunde des Verkäufers erst zur jeweiligen Gemeinde. Die stellt den realen Kaufpreis fest und bestätigt ihn.
Gazipaþa - es klärt sich nun auch privat
Freundliches Wiederbegegnen am 09. Februar in Gazipaþa. Vor runden drei Jahren begannen Fred Skopnik und seine Gattin Irina mit dem Bau eines architektonisch sehr ansprechenden Einfamilienhauses in bevorzugter Lage. Bauherr und Bauherrin wichen vom bekannten Prinzip ab: wie es drinnen ausschaut, geht niemand was an!”
Die jüngsten Brände in Deutschland hauptsächlich in den von Türken bewohnten Häusern sind zum Alptraum der türkischen Bürger in diesem Land geworden. Nach dem verheerenden Brand in Ludwigshaben, wobei 9 Türken ums Leben kamen, hat es in vielen Städten Brände in von Türken bewohnten Häusern ausgebrochen, wohinter „Brandstiftung“ vermutet wird. Trotz der langen Untersuchungen der türkischen und deutschen Zuständigen in Ludwigshafen konnte der Grund des Brandes nicht festgelegt werden, was die Türken noch mehr verunsichert.
Im August vergangenen Jahres wurde Sabrina Sandra A. mit zwanzig Kilogramm Heroin im Reisegepäck in Antalya verhaftet. Am 18. Februar brachte die Untersuchungsgefangene und Mutter zweier Kinder im städtischen Krankenhaus in Antalya einen gesunden Jungen zur Welt. Jason, der neue Erdenbürger, wog bei der Geburt dreitausend Gramm. Auf Wunsch der Mutter wurde sie mit ihrem Sohn Jason wieder in das Gefängnis Antalya zurückverlegt.

Am Sonntag, 17. Februar wärmte sich Alanya noch bei plus 18 Grad, die Mitte Februar gewohnte Temperatur.
Der Montag darauf hingegen bot Großen wie Kleinen die seltene Freude, Schneemänner bauen zu können. Zwei Stunden heftiger Schneefall überraschte alle Menschen, erfreute aber nur einen kleinen Teil von ihnen. Weiße Straßen machten den Verkehr zum Glücksfall. Es war nicht immer ein guter Rutsch ins reine Glück, vielmehr in die Werkstatt.

Siebzig Jahre Joachim Kusch, Pfarrer!
Bei Kuschs zu Hause in Alanya, ein entspanntes langes interessantes und, jawohl, auch wegweisendes Gespräch. Auf dem Tisch eine verbogene und in der Sommerhitze Alanyas zerschmolzene Altarkerze, zurechtgebogen, ein wenig unansehnlich. Aber sie leuchtet! “Wir, meine Frau Johanna und ich haben das Stearinfragment geteilt und einen Teil einer sich schuldig fühlenden Frau gegeben. Sie hat ihren rauschgiftsüchtigen Verwandten bestatten müssen und sei geplagt von Selbstvorwürfen. Die lädierte Kerze habe ihr wieder Mut gegeben. Der Verschiedene habe ein desaströses Leben geführt. Aber auch er habe geleuchtet. Das ist die christliche Botschaft!”
Fahti, 27, und Ursula, 67, heirateten im November 2006 vor dem Standesamt zu Alanya. Es sei die reine Liebe zwischen den Beiden, eingeschlagen wie ein Komet, versichert Ursula bei einem dritten Treffen mit dem Alanya-Boten vor einigen Tagen. Die betagte Hochzeiterin brachte ihren äußerst sparsamen jugendlichen Bräutigam mit; sie wollte ihre Gedanken klären.
Sechzehntausend Türken mit deutschem Pass lauschten kürzlich dem Ministerpräsidenten des Herkunftslandes ihrer Eltern oder Großeltern in Köln. Der heizte seinen Landsleuten, die in der Bundesrepublik leben, kräftig ein. Laßt euch bloß nicht zu eng mit diesen Deutschen da hinten ein! Haltet Distanz zu dem Land, in dem ihr lebt! Die wollen euch doch gar nicht haben! Die sind eklig zu euch, haben vielleicht sogar Mundgeruch! Die gönnen euch die Moscheen nicht. Die wollen auch noch, dass ihr ihre Sprache lernt. Bleibt mal fein in euren Türkenvierteln. Und so weiter und so weiter.
Willy unterstützt Häftlinge in Mahmutlar
Der Gastronom Willy Fillbach vom Restaurant “Coco Beach” kaufte von den im Einkaufszentrum Alanyum ausgestellten Handarbeiten und Malereien, der Strafgefangenen des Gefängnisses Mahmutlar ein handgemaltes Bild, um die Häftlinge zu unterstützen. Er sagte “ich bin überrascht, das solche Handarbeiten von den Insassen hergestellt werden. Die Arbeiten gefallen mir alle sehr gut”.




Recent Comments