Bacaksiz - Der Dreikäsehoch auf der Polizeiwache

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Der Türkei aromatischste Melonen haben rote Kerne und gedeihen in Tekirdað. Das war in Rifat Ilgaz´
erster deutsch-türkischer Übersetzung zu erfahren. Bacaksiz, dem Dreikäsehoch, war so eine Riesenmelone aus der Hand gerollt - und unter die Räder geraten. Nun liegt knackfrisch neu erschienen “Der Dreikäsehoch auf der Polizeiwache” als Band zwei, von hoffentlich noch weiteren zu erwartenden Zweisprachbüchern vor. Der Rüssel, der in Wahrheit ein Wasserschlauch ist, setzt eines der Häuser des Wohnviertels unter Wasser.

Nur, weil Bahri, nie richtig ernst genommener Dreikäsehoch, es doch so gut gemeint hat. Gut gemeint ist häufig aber das Gegenteil von gut gemacht. So muss Bahri sich fix vor der Mutter von Gülten in Sicherheit bringen.

In der Basilienkrautgasse begegnen uns alle heranwachsenden Bekannten wieder, Ömer der Stotti ebenso wie die Pissenisse. “Die Kinder bildeten eine Reihe und gingen aus der Wache heraus. Yilmaz, die Watschelente: Vi, vi, vie, vi, vie…

Los Freunde, wir bringen die jungen Kürbisse zur Basilienkrautstation”. Weshalb die Blagen auf der Polizeiwache zu Kürbiskugeln geschoren wurden, das sollen dem deutschen oder dem türkischen Leser Redschep der Schieler, Temel der Krabbenpuler, Mehmet da Pummelchen selber quasi live berichten.

“Der Dreikäsehoch auf der Polizeiwache” von Rifat Ilgaz (1911-1993) zeichnet mit feinem Humor die schlichten Lebensbedingungen kleiner türkischer Gemeinwesen nach, wie sie damals waren und heute teilweise noch anzutreffen sind.

Das Buch, 157 Seiten, legt längst verschüttet geglaubte ganz frühere Erinnerungen frei. Lesenwert. Nicht zuletzt wegen der Kritik des Alanya-Boten im Anhang. Edition Orient - die schönen Seiten des Orients. Band II Orient Verlag Berlin ISBN 978-922825-70-8 € 14.80
-ho

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Rüya Tabiri
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