Liebe Leser,

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Liebe Leser,

im Vergleich zum Jahr 2006 sind die Konkurse beim Einzelhandel in Alanya  deutlich angestiegen. Wie der Direktor des Handwerker- und Künstlerverbandes dazu ausführte, sind die Gründe in weiter sinkenden Einnahmen durch das Al Inklusive System, in der Entwicklung der Kosten weiter nach oben und im Rückgang des Tourismus im allgemeinen zu suchen.

 

Waren, Mieten und geschäftlich anfallende Kosten können nich mehr oder nur noch höchst eingeschränkt aufgebracht werden, Schliessungen werden unvermeidlich, die Schuldenberge wachsen. Das Prinzip Hoffnung verliert mehr und mehr an Überzeugungskraft.  Im Ergebnis bedeutet das auch ein weiteres Anwachsen der ohnehin hohen Zahl von Arbeitslosen in und um Alanya. Dazu kommen die europäischen Gastarbeiter. Immer mehr Europäer zieht es nicht nur zum Urlaub oder auch hier den Lebensabend zu verbringen, nach Alanya. Viele kommen und bleiben, um ihren Lebensmittelpunkt zu hierher zu veregen und ihren Unterhalt hier zu verdienen.  

Die Verdiener sind wohl die Bauern, die all täglich in verschiedenen Ortsteilen von Alanya ihr Obst und Gemüse auf den Märkten anbieten. So ging ich am vergangenen Freitag auf den Markt und musste zum Saisonende zusehen wie auf dem Freitagsmarkt in der Stadtmitte fast schon zu eine Sommerschlussverkauf-Atmosphäre herrscht. Neben den einkaufenden Alanyanern kamen auch mehrere hundert ausländische Urlauber und handelten was das Zeug hält. Gekauft wurden vor allem sehr viele preiswerte Winterbekleidungen. Was mir auf dem Freitagsmarkt oder in der Nähe gelegenen Haltestellen noch auffiel, waren jedoch die vielen minderjährigen Kinder, die von ihren Eltern auf die Straße geschickt werden um Schnittblumen oder kleine Geschenkartikel, wie Rosenkranz oder Taschentücher zu verkaufen. Oder die vielen Kinder, die mit einer Waage gegen Geld die Menschen wiegen wollen. Obwohl die Gemeinde schon vor Monaten eine Geldstrafe von jeweils 250 TL für vier Familien beschlossen hatte, die ihre minderjährigen Kinder auf die Strasse schickten, hat sich so gut wie keiner daran gehalten. Die Strafen schrecken leider nicht genügend ab.Ahmet Algül 

3 Responses to “Liebe Leser,”

  1. 1
    meyer Says:

    Dass die Europäer den Alanyanern die Arbeitsplätze wegnehmen ist wenig wahrscheinlich. Beide Gruppen bedienen wohl gänzlich unterschiedliche Beschäftigungs-Segmente die sich gegenseitig kaum stören.

    Das mit den All-Inclusive Hotels ist sicher ein Problem.
    Ein anderes Problem sind die überzogenen Immobilienpreise die völlig unrealistisch sind. In der Folge verlangen z.B. die Ladenbesitzer völlig unrealistische Mieten von den Geschäften. Preiserhöhungen bei den Artikeln sind die Folge. Vieles ist in Alanya inzwischen erheblich teurer als in Deutschland bzw. Europa. Auch Restaurants sind im Preis-Leistungsvergleich keineswegs mehr günstig, sondern eher teuer. Dadurch wollen die Touris natürlich nicht mehr gern einkaufen. Warum auch, zuhause ist es billiger. Den Trend zu All-Inclusive dürften dürften die hohen Preise noch begünstigen.

    Hier rächt sich insbesondere, dass seit ca. 2001 die Immobilienpreise massiv durch Spekulation künstlich verteuert wurden. Das ist aber ein Problem der Alanyaner selbst.

    @AlanyaBote
    Immer mehr Europäer zieht es nicht nur zum Urlaub oder auch hier den Lebensabend zu verbringen, nach Alanya. Viele kommen und bleiben, um ihren Lebensmittelpunkt zu hierher zu veregen und ihren Unterhalt hier zu verdienen.

  2. 2
    monika Says:

    ich denke dass der eizelhandel auch darunter leidet dass die waren nicht mehr vor den geschäften ausgelegt werden darf was ich sowiso schade finde weil es zum südlichen flair gehört
    minika

  3. 3
    Peter Hockenholz Says:

    Hallo und guten Morgen, Monika,

    alles Gute zum Neuen Jahr - beste Wünsche dafür vom Alanya-Boten!

    Alanya leistet einen riesigen Spaghat zwischen orientalischem flair und möglicherweise vermutetem europäischen Anspruch.

    Kann man aber nicht feststellen, dass die ganze Stadt ein schönes und europäisch modernes Gesicht erhielt? Sicher gibt es immer noch viel zu ändern.

    Es lebt sich - trotz allem - sehr gut hier! Vor allem in Kestel, hinter dem wildschäumenen Dimcay.

    Viel Freude in diesem noch ganz jungen Jahr in “unserem” Alanya. Ihr Peter Hockenholz

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