Beim Tierschutz, vorwiegend beim dringend notwendigen Schutz von Hunden, wandelt sich so ganz allmählich die Einstellung der Landeseinwohner. Obwohl immer noch der Eindruck entsteht, dass die vielen vielen Steine in der Türkei ausschließlich dazu dienen, diese gezielt auf die Vierbeiner zu schleudern.
Deshalb ist es immer sehr löblich, wenn gutherzige und freigebige Menschen sich immer wieder der vielen feuchten Hundenasen annehmen und jetzt zum Beispiel Spenden einfordern für einen hegenden Zaun um das Tierheim in Gazipaþa - zehntausend sind dafür notwendig laut Spendenaufruf. Vor weiterem will ich klarstellen: meine Frau und ich wir mögen Hunde. Unser guter alter Labradormix Chris fliegt immer mit. Der schöne Straßenköter Arab wird von Michaela gepflegt und erhält von uns sein Futter, das Kampfhundfreudenbündel Rex kämpft mit seinem Temperament. Legt er einem die kleinen Pfötchen auf die Schultern und kommuniziert mit seinen gelben Hundeaugen, dann werfen viele Kilogramm blanke Hundefreude den angesprochenen Menschen fast aus den Pantoffeln.
Dieses vorausgeschickt, um nicht als Hundehasser eingestuft zu werden, sei aber auch einmal das folgende festgestellt: die ach so bösen Bauern vertreiben und vergiften die wilden Köter und das sei nun mehr als verwerflich. Die bösen bösen Landwirte wiederum leben zufällig von den Erträgen ihrer Felder und ernähren davon sich und ihre Lieben. Aber sie werden verunglimpft von den Damen und Herren Tierschützern. Das ist, gelinde gesagt, unausgewogen. Auch wir anderen würden es nicht akzeptieren, wenn wir vollgesch….. Feldfrüchte auf dem Markt zu akzeptieren hätten.
Wer den ganzen Tag geackert hat, wird außerdem schwerlich Verständnis dafür aufbringen, wenn nächtens Hunderudel unter seinem Schlafzimmerfenster engagierte Bundestagsdebatten auf Türkisch austragen. Dann läßt die ständige Schlaflosigkeit auch schon mal zum Gift greifen. Oder zum illegalen Gewehr. Das ist schlimm. Es verursacht der Kreatur Leiden, die unnötig und unmenschlich sind. Das Wort Euthanasie ist während der tausend Jahre in Deutschland auf Generationen hinaus noch übelst belastet. In der Tiermedizin gehört es zum Fachterminus. Wer als Hundebesitzer seinen Vierbeiner einschläfern lassen musste, weiß, wie quasi human das in der Realität geschieht. Das jedoch sollte - selbstverständlich - nur ethisch verantwortlichen Veterinären anvertraut bleiben und nicht anonymen Verwaltungsleuten.
Die engagierten Herzschmerztierschützer können gegen die Population einfach nicht ankastrieren oder sterilisieren. Sie können bei der bestehenden Population auch nicht noch mehr Hunde- oder Katzenverwahrheime einrichten, unterhalten und jedes arme Vieh bis in seine letzten Tage liebevoll begleiten, es würde jeden Rahmen sprengen. Das ist selbst in den bestehenden Einrichtungen unmöglich. Darüber spricht nur niemand richtig gerne. Damit soll die tägliche Arbeit in den Tierheimen nicht gering geschätzt werden, die Arbeit, wie die Zuneigung zu den Tieren - wie auch die seelische Belastung. Das vor Jahren schon eine Bereitschaft einsetzte, Tierwaisenhäuser zu schaffen, ist nicht zuletzt Karin Klimm, der Schutzheiligen der Hunde, zu verdanken.
Lassen Sie uns allesamt, bei allem wehen Herzen gerade bei Katzen und Hunden, dafür eintreten, dass nicht mehr so roh, wie es Landessitte zu sein scheint, eingeschläfert, spricht, getötet wird, sondern dieser von Zeit zu Zeit notwendige Akt ohne Schmerzen für die Kreatur vollzogen wird. Gift neben den Mülltonnen ist Barberei und des Menschen unwürdig!
Was zum Beispiel würden Sie denn tun, wenn Sie Bürgermeister wären, der mit berechtigten Beschwerden konfrontiert ist? Was, wenn Hundemeuten die Ernte Ihrer Felder minderten? Was, wenn die Hundeparlamente unter Ihrem Schlafzimmerfenster lautstark verhandeln? Haben sie Konstruktives, Umsetzbares, beizutragen? Der Alanya-Bote reicht es gerne vermittelnd weiter: Algul@Alanyabote.com.- ho


Kasım 5th, 2007 at 14:00
Hallo,
bis zu einer gewissen Grenze kann ich den Unmut der Bauern verstehen. Aber wo kommen denn die vielen Hunde her? Doch ausschließlich von verantwortungslosen Hundebesitzern, die Hunde aussetzen, nicht kastrieren lassen und in den meisten Fällen keine Ahnung von artgerechter Haltung haben. Vorschlag zur Beseitigung der Probleme: Wie wäre es damit das die Stadtverwaltungen eine Registrierung der Hundehalter vor nimmt? Jeder Besitzer muss seinen Hund chippen und somit ist nachweisbar wem der Hund gehört. Sollte der Besitzer den Hunden laufen lassen bekommt er eine Geldstrafe. Vielleicht sollte man sich auch Gedanken darüber machen ob man eine Hundesteuer einführt wie in Deutschland üblich.
Tötung ist keine Lösung, egal ob in Kriegen oder bei Tieren. Wir denkenden Menschen sollten unseren von Gott gegebenen Verstand dazu benutzen andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.
Ich engagiere mich ehrenamtlich beim Tierschutz auch habe ich einen ganz tollen Hund aus der Türkei mit nach Deutschland genommen, und ich möchte nicht darüber nachdenken müssen, dass dieser tolle Hund auf der Strasse vergiftet worden wäre.
Meine Bitte an alle Türken, bitte denkt darüber nach das auch diese Kreaturen von Gott/Allah erschaffen wurden und sie auch ihren Platz auf dieser _Erde haben.
Vielen Dank
Eure Petra Raithel
P.S.: Ich liebe dieses/eueres Land und bin sehr oft in der Türkei.
Kasım 7th, 2007 at 11:35
Danke liebe Petra Raithel,
Sie haben sich Gedanken gemacht, und nicht nur Gedanken, Sie haben auch persönlich gehandelt!
Wenn Sie häufiger hier sein können,dann haben Sie gewiss auch Erfahrungen mit der hiesigen Bürokratie - hier gehen die Uhren anders.
Aber wir werden immer gerne berichten, wenn sich etwas zum Positiven ändert.
Unser eigener Hund Chris ist aus dem Tierheim bei Hannover und der inzwischen alte Herr begleitet uns zwischen Hannover und Alanya. Hier füttern wir noch
Arab, einen Straßenhund, eine Nachbarin pflegt ihn, ein
herrlicher Begleiter - ein großer verspielter Schwarzer.
Wenn wir nur jemanden wüßten, der ihn adoptiert.
Herzlichen Gruß von Peter Hockenholz
Kasım 9th, 2007 at 23:07
hallo, na wo ist denn arab zu finden, vielleicht wüsste ich ja ein neues zuhause für ihn.
Kasım 10th, 2007 at 03:32
Hallo Karina,
Arab, der uns ans Herz gewachsene wache schwarze Hundekerl mit dem weißen Lätzchen lebt hier in Kestel. Michaela füttert ihn, pflegt ihn, obwohl sie zwei Ridgebacks hat. Wir sorgen für sein Futter. Er ist der witzigste Hund, den wir kennen - meine Frau sagt, ein Hund, der immer zu lachen scheint.
Ruf uns an: 0090 242 5182226.
Gruß Luise und Peter Hockenholz
Kasım 14th, 2007 at 02:13
HALLO LIEBE KARINA;
SIND WIR NOCH IM GESPRÄCH ÜBER ARAB?
GRUSS PETER HO