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Maritim Manager Will Schwarzenbarth zeigt sich zufriedenUnd die Mehrzahl seiner Gäste ebenfalls! Zu einem informierenden Gespräch über Allah und die Welt im allgemeinen und über den Verlauf der ersten Saison im Maritim Hotel Club Alantur Kestel treffen wir den Manager scheinbar völlig entspannt auf einer schattigen Parkbank an. Aufkommenden Neid jedoch weist er ruhig doch entschieden zurück; es sei nicht so, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag.
Schwarzenbarth hat nicht nur das erste Haus der Maritimgruppe mit Clubcharakter souverän gemanagt, sondern er w a r das Maritim – und er ist es noch. “Nun kenne ich das Haus und seine Mitarbeiter innen und außen, teilt er mit und ist froh, dass diese sich zu einem Team von verantwortlichen Mitunternehmern entwickelten.
“Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betrachten sich als Mitunternehmer in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich, sie entscheiden selbst – und tragen gerne die Verantwortung für ihre Entscheidungen, ich bin zwar vierundzwanzig Stunden ansprechbar, informiere mich aber “nur noch” durch sogenannte spot checks. So bin ich inzwischen buchstäblich über jede Schraube informiert, aber ich drehe nicht selber daran herum!”
Unser trautes Gespräch auf der Schattenbank wird mehrfach unterbrochen durch abreisende alte Alantur- und durch erfahrene Maritimgäste. Es gibt uneingeschränktes Lob, bescheiden, doch sichtlich stolz entgegengenommen durch W.S. Es sind jetzt in der beginnenden Nachsaison schon Wiederholungsgäste, die sich im neuen Hoteltrakt wohlfühlten und erholten. Will hat aber auch die türkischen Schönheiten der alten und als überholt geltenden Unterkünfte entdeckt und bedauert, dass diese in der saisonlosen Zeit ab dem neunten November ebenfalls zeitgemäßeren Hotelzimmern ihren Platz abtreten müssen.
Jetzt sind wieder vorwiegend Europäer in dem schönen Parkgelände anzutreffen. In der Hauptsaison war das Publikum internationaler – in den Monaten Juli und August suchten bis zu 40 % Türken im Maritim Club Hotel Alantur Erholung und Freude, was zu einiger Kritik durch deutsche Urlaub zum Anlass genommen wurde. Aber auch Türken partizipieren am sich im Lande entwickelten Wohlstand und haben ein Recht, sich in ihrer Heimat an schönen Plätzen zu erholen.
Schwarzenbarth: In diesem Jahr war es ein angenehmer Sommer voller Kinder, viel viel mehr als sonst – und es war viel viel ruhiger. Ein Widerspruch? Kaum. Darauf angesprochen, dass er sich – zunächst – auf eine weitere Saison in “seinem” Maritim vorbereitet: bei einer so expansiven Gruppe wie der Gruppe Maritim, die sich nach vor in privatem deutschem Besitz befindet, sei immer mit einer anderen Aufgabe in einem anderen Maritim in einer anderen Region zu rechnen.
Für die Saison 2008 ist eine kinderfreundlichere Regelung geplant: das erste Kind einer Familie wohnt und speist kostenlos, für jedes weitere Kind sind nur 25 % des Preises für Erwachsene fällig. Langfristige Marketingstrategie zur Gewinnung jüngerer Kunden. “Unsere Inhaberschaft und das Gesamtmanagement führen zwar kaufmännisch straight, aber immer menschlich!” Das hilft der eigenen Motivation und der Motivation der zum großen Teil seit Jahrzehnten im Alantur tätigen Mitarbeiter. Der ständig im Hotelgelände stationierte Krankenwagen der Baschkent Universitätskliniken Alanya, zuvor etwas zweifelnd betrachtet, wird von den Gästen als eine wohltuende Vorsorge für alle Fälle positiv gesehen.
Wenn am letzten Saisontag, dem 09.11., der letzte Gast noch nicht in Bus oder Taxi eingestiegen ist, rücken hinter ihm schon die Bagger und die Abrissbirnen an. Nicht, dass vorher, wie gewohnt, die Bäume und Sträucher vorsichtig an einem Interimsplatz auf die neue Saison und ihren alten Standplatz warten.
- ho
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