
Seit Jahren berichten wir über das Trauerspiel aus Fehlplanung, Misswirtschaft und Unvermögen um den Flughafentorso im nur 30 Kilometer entfernten Gazipaşa. Nun kommt - wieder einmal - gar frohe Kunde von dort, offenbar mit etwas mehr Substanz. TAV, ein Unternehmen, das unter anderem die Flughafen in Istanbul, Ankara, Izmir und weitere acht Flugbasen in der Türkei und weitere elf im Ausland mit Fachkönnen und damit mit Erfolg betreibt, pachtete den Torso in Gazipaşa für 25 Jahre für 50.000 US-Dollar pro Jahr. Nun haben Profis den angeblich doch nicht total demontierten Air Port übernommen. Schon in einem Jahr sollen jährlich drei Millionen Fluggäste ihr Urlaubsziel über die neue Destination erreichen und auch wieder verlassen können. Zumindest auf den Wert der umliegenden Grundstücke hat das Vorhaben jetzt schon eingewirkt - sie werden nun spekulativ zum dreifachen Wert nachgefragt.
Die Genehmigung aus Ankara liegt der TAV vor, so Sani şener, TAV-Sprecher. Auch das notwendige Gutachten liegt den künftigen Betreibern vor. Damit ist die Zeit des Abwartens und des gegenseitigen Schiebens von Schuld in die diversen Schuhe wohl vorbei. Auch die immer wieder vorgeschobene angeblich zu kurze Landebahn scheint das Problem nun plötzlich nicht mehr zu sein - eine wichtige Strasse wird verlegt - so einfach ist das nun alles - allein der Jubel ist verfrüht - warten wir es ab, bis der erste Jet in Gazipaşa gelandet ist - schon in einem Jahr soll es so weit sein. Zarte Hoffnung ist angesagt, weil jetzt Macher das Vorhaben voran bringen - immerhin haben sich einige Verkehrsminister sich im Stil von Laienschauspielern auf dieser Bühne versucht - und für sie ist der Pomp eines gelungenen Auftritts so kurz geraten - gerade so wie die bisherige Landebahn zu Gazipasa.




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