Wenn Familie Semmeling verreist!

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Eine nicht ganz ernstgemeinte lustige Geschichte, aber wahr.
Heinz-Günther und Anneliese- Käthe, vom Tierschutzverein Knurr und Bell e. V., planen von Deutschland eine Reise in die Türkei nach Alanya, um sich ein Bild vor Ort von den lieben Tierchen zu machen, zwecks Unterstützung des Tierheimes mit Spendengeldern. Oberstes Ziel ist natürlich, sparsam mit den Geldern umzugehen, denn schließlich ist man ja nicht bei Hollywood von gestern, sondern arbeitet nach dem Motto;” Geiz ist geil”!
Man buchte also im Internet einen Flug mit Hotel und all inklusiv bei der Agentur:” Wir sind die schlimmsten”! für 400,-Euro pro Person und Woche, ich glaube, da war sogar noch Taschengeld und der Koffer mit drin.


Glücklich am Flughafen angekommen, bestiegen die beiden das Flugzeug mit der Aufschrift:” Keine Bange, wir fliegen nicht mehr lange”. Das Flugzeug machte einen sauberen Eindruck und auch die Buchstaben waren sauber angeklebt. Drinnen angekommen, entpuppte sich der Flieger als ehemalige Postmaschine, denn der Abstand zwischen den Sitzreihen betrug ca.25cm und erinnerte stark an Briefkastenschlitze, so manches männliche Pärchen verdrehte bei dieser Enge verzückt die Augen.
Fröhlich trällerte die Stewardess beim Abflug: Ich begrüße Sie alle recht herzlich im Namen des Flugkapitäns Peter Panik auf dem Flug Düsseldorf-Antalya, mein Name ist Wera Ängstlich, ich bin ihre Flugbegleiterin auf diesem Flug. Wie sie sicher schon an den Sitzreihen bemerkt haben, handelt es sich um einen Kombinationsflug:” Ab in den Urlaub mit Postbeförderung”!
Bitte beachten sie, dass 1 Std. vor Ankunft keine Toilettenbenutzung mehr möglich ist, da auf diesen dann die Postsortierung stattfindet.
Endlich angekommen, bummelte man sich dann so langsam in einer 3 Std. Fahrt
nach Alanya zum Hotel vor. Statt Begrüßungskomitee, stand in riesigen Buchstaben über dem Eingang:”Erwarten Sie bitte nicht zuviel”.
Die allgemeine Sprache im Hotel, sehr fremdländisch, vom Gast bis Personal, welches allerdings sehr gut türkisch sprach. Beim Anblick der Zimmer dachten die beiden schon:” Wau ein Schnäppchen”!-Abwarten—. Erst einmal duschen,
ein wunderbares Gefühl nach so einer Reise, dieses warme Wasser, welches dann stetig heißer wurde, bei ca.70 Grad seine Temperatur erreichte und wohl aus Sicherheitsgründen mit der Badlampe gekoppelt ist, denn die ging bei dieser Temperatur immer aus, aber wie sagt man so schön, im dunkeln lässt sich gut munkeln. Egal, bei hinzufügen von Kaltwasser, wird das Licht schon wieder angehen. Aber wo ist der Kaltwasserhahn? Nicht da, stattdessen ein kleines Schild mit der Aufschrift: liegt bei diesem Preis nicht drin.
Naja dachten die beiden, man kann für den Preis eben nicht alles haben und legten sich müde schlafen. Am nächsten Morgen, der Magen knurrt, die Klima surrt, von weit her erspähen sie den Speisesaal, gut gefüllt mit Teller und Tassen, konnte man dort leider kaum noch Frühstück  fassen.
In ihrer Not fanden sie in der Ecke noch eine Scheibe Brot. Die Butter ranzig, der Käse alle, verlassen die beiden frustriert die Halle.
Gegenüber, man glaubt es kaum, wartet Ali in seinem Laden schon mit Köstlichkeiten für den Gaum.
Mit dem Gedanken, was man hier mit uns macht, ist gemein, fuhr man dann zum Tierheim. Am Abend dann erst an die Bar, auf einen Raki, ist doch klar.
Der Kellner gibt uns zu verstehen, ihr müsst wohl ohne Raki auf euer Zimmer gehen. Der Raki alle, trabten wir mürrisch durch die Halle.
Für 400,-Euro ist doch klar, gibt´s auch Überraschungen hier und da.
Das nächste mal, da sind wir schlauer und gönnen uns etwas mehr für die kurze Dauer.
Günther Nau

One Response to “Wenn Familie Semmeling verreist!”

  1. 1
    P. Schmidt Says:

    Herzlichen Dank für die Veröffentlichung dieses Artikels. Er entspricht absolut (!) der Wahrheit (!)

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