Der Fall Marco Weıss: Urlaubsflirt mit Folgen

22 Juli Add comments

Seit Tagen wird in allen Zeitungen und auf allen Kanälen über Marco W. aus dem Türken-Knast berichtet. Auch der Alanya-Bote mit seinem Verleger Ahmet Algül war an der Sache dran und gab vor dem Fernsehen in Antalya sein Statement zu diesem Fall ab.

Was war passiert? Der 17 jährige Marco W. aus Uelzen in Niedersachsen soll im Türkei-Urlaub die 13 jährige Engländerin Charlotte sexuell missbraucht haben, die sich allerdings vor Marco W. als 15 jährige ausgab und mit Erlaubnis der Mutter bis in die Nacht in der Disco abtanzen durfte, wohlgemerkt mit 13 Jahren. Ich habe vor Jahren über einen ähnlichen Fall aus Hamburg berichtet. Dort hatte angeblich ein Restaurantbesitzer einer 14 jährigen Polin im Restaurant an die Brust gefasst, vor vielen Gästen. Die 14jährige gab sich nach einer Bierbestellung als 16 jährige aus. Es handelte sich um ein frühreifes Mädchen, die wie 17 Jahre aussah. 5 ältere Zeugen im Alter zwischen 50 und 70, sehr seriös, sagten für den
Restaurantbesitzer aus, das sich ein solcher Vorfall in dem Restaurant nicht ereignet hätte. Durch die theatralischen Auftritte des Mädchens mit permanenten Heulanfällen in Disco-Klamotten ist der Restaurant-Chef nach 3 Verhandlungen dennoch zu 2000,- DM Geldstrafe verurteilt worden. Der Alanya-Bote möchte hier weder in einen Prozess eingreifen, noch die Tat in Frage stellen, denn zur Zeit steht Aussage gegen Aussage.
Etwas verwundert jedoch die Tatsache, dass der Fall erst nach 10 Wochen
an die Öffentlichkeit gelang. Alanya-Bote wird den Fall weiter beobachten und hat sich vorab einmal in der Stadt und am Strand bei deutschen Touristen nach ihrer Meinung umgehört.
<strong>Lesermeinungen:
Birgit K. 51 aus Wuppertal</strong>
Ich als Mutter von zwei minderjährigen Töchtern, würde meine Kinder gar nicht erst alleine bis Mitternacht in die Disco gehen lassen, das wäre ja Unterlassung meiner Aufsichtspflicht.

<strong>Wilfried L. 55 Freilassing</strong>
Um sich nicht noch unbeliebter im Ausland zu machen, wäre für die Türkei das beste und ratsamste: Binnen 24 Std. in das Heimatland abschieben und den Fall der dortigen Justiz übergeben.

<strong>Andre B. Sachsen</strong>
Ein Land wie die Türkei, wo in Anatolien heute noch 13jährige Mädchen
verheiratet werden und mit 14 Jahren Kinder kriegen, hat kein Recht auf
einen derartigen Prozess gegen Ausländer.

<strong>Petra K. 45 Hamburg</strong>
Mein 16 jähriger Sohn ist zwar diesmal bei der Oma in Gelsenkirchen, aber ich werde wahrscheinlich mit ihm hier nicht wieder herfliegen.

<strong>Steffi H. Eisleben 28</strong>
DieTürkei schafft es immer wieder, sich auf seltsame Weise seiner Gäste zu entledigen.
Man kann also aus den Reaktionen der Urlauber entnehmen, das man sich über den Fall selbst bedeckt hält, aber der Meinung ist, hier demontiert sich die Türkei wieder einmal selbst, was sich letztendlich auf die Gäste auswirkt und auch nicht gerade dem fleißigen türkischen Geschäftsmann zu einem Umsatzplus verhilft.
Nach neuestem Stand der Dinge, ist bereits in Deutschland bei dem für Marco W. zuständigen Gericht in Lüneburg ein Strafverfahren eingeleitet worden. Es würde hier also einer Überstellung nach Deutschland nichts mehr im Wege stehen.
Der Prozess im Falle Marco Weıss wurde auf den 8.August vertagt.
Günther Nau

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